Gestalttherapeutisches Familienstellen

Workshop: Gestalttherapeutisches Familienstellen mit Victor Chu

Was ist anders bei Gestalttherapeutischen Familienstellen, gegenüber dem herkömmlichen Familienstellen? Die Grundmethode ist die Gleiche: Stellvertreter werden aufgestellt und empfinden das, was die jeweiligen Familienmitglieder fühlen. Dann wende ich die Grundprinzipien der Gestalttherapie an: „Hier und Jetzt“, „Ich und Du“. Dies bedeutet, ich lasse die Stellvertreter direkt miteinander in Kontakt treten. Wenn sie ihre Gedanken und Gefühle in ihrer gegenseitigen Beziehung aussprechen, wird schnell deutlich, welche Konflikte sie miteinander haben und wo die „Knoten“ in der Familie sitzen. Diese Konflikte kann man symbolisch lösen, in dem man z.B. Belastungen in Form von Steinen zurückgibt oder Seile als Grenzen zwischen sich und dem Gegenüber legt. Hier verschmilzt das gestalttherapeutische Etwas-in-Szene-setzen mit dem Familienstellen.

Durch die direkte Interaktion zwischen den Stellvertretern kommt es zu spontanen, oft überraschenden Lösungen, die emotional sehr entlastend sein können. Außerdem integriere ich gestalttherapeutische Elemente in die Familienaufstellung, zum Beispiel die Beachtung nonverbaler Signale, die Einbeziehung des Körpers, vor allem aber eine intuitive, kreative und „experimentale“ Haltung: alle meine Eingaben sind Vorschläge zum Ausprobieren. So bleibt der gesamte Prozess flüssig und lebendig – und sehr spannend!

In diesem Workshop werde ich eine Familienaufstellung leiten und danach meine Vorgehensweise erläutern. Psychische Stabilität und die Bereitschaft, sich aktiv zu beteiligen, sind Voraussetzung für den Besuch des Workshops.